
Bürokratie in Beschaffung und Wirtschaftspolitik
In der Wirtschaftspolitik dominierte zuletzt das Thema «USA und Zölle». Doch neben Zöllen existieren subtilere, nicht minder einschneidende Handelshemmnisse.

Das Schweizer Steuerrecht befindet sich im Wandel. Internationale Entwicklungen, wirtschaftliche Veränderungen und politische Erwartungen führen dazu, dass sich Unternehmen und Privatpersonen zunehmend mit neuen steuerlichen Rahmenbedingungen konfrontiert sehen.
Ein zentraler Treiber ist die internationale Steuerpolitik, insbesondere die von der OECD eingeführte globale Mindestbesteuerung für grosse Unternehmensgruppen. Diese soll Gewinnverschiebungen in Tiefsteuerländer verhindern und eine einheitlichere Besteuerung multinationaler Konzerne fördern.
Auch die Schweiz hat darauf reagiert. Mit Reformen wie der STAF wurden frühere Steuerprivilegien abgeschafft und durch international akzeptierte Instrumente ersetzt, etwa die Patentbox oder zusätzliche Abzüge für Forschung und Entwicklung. Ziel bleibt die Sicherung der Standortattraktivität bei gleichzeitiger Einhaltung internationaler Standards.
Parallel dazu stellt die Digitalisierung das Steuerrecht vor neue Herausforderungen. Unternehmen agieren zunehmend global, oft ohne physische Präsenz vor Ort, was traditionelle Besteuerungsmodelle erschwert und neue Ansätze erfordert.
Auch innenpolitisch bleibt das Steuerrecht in Bewegung. Themen wie Individualbesteuerung, Eigenmietwert oder die Finanzierung der Sozialwerke prägen die Diskussionen. Steigende Gesundheitskosten und zusätzliche Staatsausgaben erhöhen zudem den Druck auf die öffentlichen Finanzen. Entsprechend rücken insbesondere die Mehrwertsteuer und die direkte Bundessteuer stärker in den Fokus.
Insgesamt bewegt sich das Schweizer Steuerrecht im Spannungsfeld zwischen internationalem Anpassungsdruck, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Erwartungen. Der Wandel ist damit nicht abgeschlossen, sondern wird die Steuerlandschaft auch künftig prägen.