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Home Geschützt: Blog Wirtschaftsberatung Nachhaltigkeit in KMU
© iStock.com/Dilok Klaisataporn
23. Oktober 2024 | Wirtschaftsberatung
Claudia MattigGeschäftsmitinhaberin,
Group CEO,
Leiterin Hauptsitz Schwyz

Nachhaltigkeit in KMU

Seit 1. Januar 2024 gilt für Grossunternehmen in der Schweiz eine Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESG-Berichterstattung). Verbraucher wie auch Investoren legen vermehrt Wert darauf, dass Unternehmen umweltbewusst handeln und soziale Verantwortung übernehmen. Diese Anforderungen sind längst auch in der KMU-Welt angekommen. Wer sich als KMU diesem Thema annimmt, hat heute die Chance, sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit zu positionieren.

Was ist Nachhaltigkeit?

Wer von Nachhaltigkeit redet, denkt oft an umweltfreundliches Handeln. Natürlich gehören die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Nutzung erneuerbarer Energien, die Vermeidung von Abfall, die Verkürzung von Transportwegen usw. zu wichtigen Bestandteilen von nachhaltigem Handeln. Nachhaltigkeit umfasst jedoch noch viel mehr: Menschenrechte, fairer Wettbewerb, Transparenz, Gleichberechtigung und faire Arbeitsbedingungen gehören ebenso zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Neben der ökologischen und der sozialen Nachhaltigkeit sollte jedoch auch die ökonomische Nachhaltigkeit nicht ausser Acht gelassen werden. Themen wie Digitalisierung, frühzeitige Nachfolgeregelung und erfolgreiche Kommunikation können die Attraktivität von KMUs ebenfalls erhöhen, und zwar nicht nur für Kunden und Partner, sondern auch für potenzielle Arbeitnehmer und Investoren.

Schritte zur Nachhaltigkeit

Zuallererst ist im Idealfall ein Nachhaltigkeits-Team zu bestimmen. Dabei ist von Vorteil, wenn alle wesentlichen Abteilungen einer Gesellschaft vertreten sind. Wichtig ist, dass von Beginn weg Klarheit über die zu erreichenden Ziele besteht. Nachhaltigkeitsziele sollen dabei realistisch, terminiert und vor allem messbar sein. Eine der ersten Tätigkeiten des Projektteams wird die Aufnahme der IST-Situation sein. Nur wer die Auswirkungen seines Handelns auf die Umwelt kennt, kann Prioritäten setzen. Wo lassen sich schnelle Erfolge erzielen? Welches sind die brisanten Themen? Wo sehen wir eine strategische Notwendigkeit für die Umsetzung von Massnahmen? Das alles sind Fragen, mit denen man sich auseinandersetzen muss, bevor ein Massnahmenkatalog festgelegt werden kann.

Wie wird die Nachhaltigkeit gemessen?

Was eine Wirkung haben soll, muss bewertet werden können. Nur wenn Nachhaltigkeit kontinuierlich gemessen wird, können auch rechtzeitig Ziele angepasst und notwendige Korrekturmassnahmen ergriffen werden. Um sich mit anderen Unternehmen vergleichen zu können, ist ein einheitlicher Massstab notwendig. Hierzu kann online auf diverse Reporting-Tools zugegriffen werden. Entsprechende Links finden sich beispielsweise auf der Homepage des KMU-Portals des SECO.

Fazit

Schweizer KMU sind aktuell noch nicht zu einer Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet und auch deren Überprüfung durch eine externe Revisionsstelle ist zurzeit noch nicht vorgeschrieben. Dennoch gewinnt dieses Thema auch bei kleinen und mittleren Betrieben immer mehr an Bedeutung. Nachhaltigkeit in KMU ist mittlerweile mehr als nur eine moralische Verpflichtung. Zunehmend werden nachhaltige Praktiken in die Geschäftsstrategie integriert um auch wirtschaftlich erfolgreicher zu sein. Es macht also durchaus Sinn, sich mit dieser Thematik vorzeitig auseinanderzusetzen.


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